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Ferienreport im Kurzformat

Halli, hallo, hallöle =)

es ist mal wieder viel passiert und ich hatte wenig Lust und Zeit, das hier alles zu erzählen. Am Montag hat die Schule aber wieder angefangen und wenn ich mich jetzt nicht hinsetzt und etwas schreibe, dann wird's wohl garnix mehr, weil wir keine Ferien mehr haben, bis ich wieder in Deutschland bin. Also versuch ich jetzt mal über alles zu berichten, was in meinen Ferien noch so passiert ist.

Ende Januar bin ich mit Roxana, Vale und meinen beiden Kusinen in den Norden gefahren. Wir sind jeden Tag etwa 800 km mit dem Auto gefahren und haben dann die Nächte in Hotels verbracht, um am nächsten Tag weiter zu fahren. Am ersten Tag sind wir bis Vallenar gekommen, der Geburtsstadt von meiner Gastmutter. Roxana hat uns dann die kleine Stadt gezeigt, was echt beeindruckend war, weil sie zu jeder Ecke eine Geschichte erzählen konnte. Wir haben auch ihre alte Schule gesehen und sind später sogar zu dem Haus sgefahren, was ihr Vater selbst gebaut hatte. Nachdem wir geklingelt hatten durften wir uns das Haus sogar von innen angucken und waren alle fasziniert davon. Die Rumaufteilung war immernoch so, wie Roxana es kannte und wahrscheinlich ist auch sonst fast alles noch so, wie es vor 30 Jahren war, denn es sah ziemlich ärmlich, aber gemütlich aus. Danach sind wir noch zu einem Stausee gefahren, der leider fast garkein Wasser hatte, was mich an Deuschland erinnert hat, weil zu dem Zeitpunkt die Talsperren im Harz alle überfüllt waren.

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Antofagasta, eine große Stadt, direkt am Meer. Gleich nach dem Verlassen von Vallenar konnte man sehen, wie sich die Landschaft verändert. Während in Vallenar noch ein paar Bäume standen und es auch sonst vereinzelt grüne Stellen gab, konnte man eine Stunde später keine Pflanzen mehr sehen. Das heißt aber nicht, dass es trostlos oder einfarbig war, denn das Gestein der Berge hat viele verschiedene Farben. So gab es Berge, die grün, rot oder lila geschimmert haben, während alles andere sand-braun war. Die Landschaft hat sich auch immer wieder verädert, manchmal hat man viele Berge gesehen, später wiederum hatte man eine unendliche Weite vor sich.
Wir sind auf der einzigen Straße gefahren, die Santiago mit dem Norden Chiles verbindet, dem Panamericano. Diese Autobahn verbindet Alaska mit dem Süden Chiles, was darauf schließen lässt, dass es eine ziemlich wichtige und große Straße ist, aber in der Wüste war sie einspurig und zum Teil so schlecht, dass man auf den Sand ausweichen musste. Trotzdem war es irgendwie faszinierend und beängstigend zugleich, dass man stundenlang schnurgeradeaus gefahren ist und weit und breit kein anderes Auto gesehen hat. Der einzige Beweis dafür, dass dort manchmal auch andere Menschen vorbei kommen waren die Bremsspuren auf der Fahrbahn und die Autoteile und Lastwagenreifen neben der Straße. An manchen Stellen, wo besonders viele Unfälle passieren, zum Beispiel an Stellen, wo der Wind besonders stark ist, saßen einige Geier neben der Straße, was mich nicht so begeistert hat^^. Ab und zu, immer so nach etwa 200 km kam man dann an einer "Gaststätte" vorbei, wo man dann staunen kann, dass es doch noch Menschen gibt.

In Antofagasta sind wir dann einkaufen gegangen und haben uns "La portada" angeguckt. Das ist ein Felsen im Meer, der von den Wellen so ausgespült wurde, dass nurnoch ein Torbogen steht. Davon habe ich viele Fotos gemacht und es gibt auch viele Bilder bei google, falls ihr mal gucken wollt. Was mich dort aber am meissten fasziniert hat war nicht "La portada" selbst, sondern die ganze Landschaft. Man sieht zu seiner rechten nur Wüstenlandschaft und die Berge, wenn man nach vorne schaut kann man die Großstadt sehen und zur linken Hand hat man das unendliche, türkisblaue Meer.

Am nächsten Tag gab es dann das genaue Gegenteil zu sehen, denn wir sind nach San Pedro de Atacama gefahren, eine kleine "Stadt" mitten in der Wüste mit knapp 2000 Einwohnern. Als wir am späten Nachmittag angekommen sind, sind wir zum "Valle de la luna" gefahren, also zum Tal des Mondes. Das ist die Landschaft auf der Erde, die der Mondlandschaft am meißten ähnelt. Dort haben wir den Sonnenuntergang gesehen, was total toll war, weil die untergehende Sonne die Felsen in unterschiedlichen Farben anscheint.
Zurück in San Pedro haben wir uns das Dorf angeguckt und waren in einem richtig schönen Restaurant essen. Danach mussten wir schlafen gehen, weil wir um 4 Uhr am nächsten Morgen zu einer Exkursion aufbrechen wollten. Auf dem Plan standen die Geysire "El tatio", was in der Sprache der Ureinwohner "Weinender Alter" bedeutet. Diese Geysire sind die höchstgelegenen der Welt, auf über 4.320 m Höhe. Da sie nur in den frühen Morgenstunden aktiv sind mussten wir aber mitten in der Nacht losfahren. Der Exkursionsleiter hat uns abgeholt und dann sind wir in einem Kleinbus losgefahren. Außer uns waren noch 2 Deutsche, ein Deustch-Chilene, ein Brasilianer und 2 Chilenen dabei.
Die ersten 5 der 80 Kilometer gab es noch eine Straße, danach wurden wir aber gehörig durchgeschüttelt. Ausserdem war es extrem neblig und natürlich stockfinster, was uns einige Male zum anhalten gezwungen hat, weil wir einen Weg suchen mussten. Ich weiss immernoch nicht, wie unser Fahrer uns ohne Unfall zu den Geysiren chauffiert hat, den auf der rechten Seite ging es steil bergab, auf der linken Seite genauso steil bergauf und man konnte beides nicht sehen.
Nach etwa 3 Stunden sind wir dann - mehr oder weniger glücklich - im Krater des erloschenen Vulkanes angekommen, wo sich auch die Geysire befinden. Roxana, Vale und Maca ging es aber ziemlich schlecht, weil ihnen die Höhe nicht bekommen ist. Nachdem wir uns die Sicherheitshinweise unseres Führers angehört hatten durften wir uns frei bewegen und uns alles ansehen. Während wir also über das Naturschauspiel gestaunt haben, hat unser Führer ein leckeres Frühstück zubereitet. Es war unendlich kalt da oben, ein paar Grad unter Null, und die feuchte Luft hat es auch nicht viel angenehmer gemacht, aber trotzdem waren alle begeistert. Unser Frühstück bestand aus heissem Kakoa und Eiern (beides in den heissen Quellen gekocht), Brot und Muffins. Nachdem wir dann alle gegessen hatten, konnten wir in einem Naturbecken mit Quellwasser baden, wozu ich mich aber nicht durchringen konnte, weil es einfach viel zu kalt war.
Der Rückweg war unglaublich, denn die Landschaft war einmalig. Da es dort oben keine Straßen gibt, haben wir uns unseren Weg durch Bachläufe, kleine Seen und steile Abhänge gebahnt. Noch etwa 1 Stunde von San Pedro entfernt, sind wir zu einem Dorf gekommen, was aus 7 Häusern besteht, in denen 6 Menschen leben xD dort haben wir Empanadas mit Schafskäse gegessen und uns wieder an die Hitze der Wüste gewöhnt. Danach sind wir noch an eine kleine Oase gekommen, wo unendlich viele Flamingos leben und wir auch Lamas, Schafe und andere Tiere sehen konnten. Gegen 14 Uhr waren wir dann wieder in San Pedro. Dort haben wir mit Freude bemerkt, dass es wieder Wasser gibt, denn das wird nachts abgestellt.

Am gleichen Tag sind wir dann wieder zurück ans Meer, nach Iquique gefahren. Auf dem Weg dahin habe ich dann das weltberühmte Chuquicamata gesehen, die größte Kupfermine der Welt. Leider konnten wir uns die Mine aber nur von weitem ansehen, da wir eine lange Reise vor uns hatten und es schon Nachmittag war.

Gegen 22 Uhr sind wir dann in Iquique angekommen. Die einzige Straße, auf der man nach Iquique gelangen kann bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt, da man zuerst über das Gebirge fahren muss und sich dann an den Bergen zur Stadt hinunterschlängelt. Iquique ist auch eine Großstadt, die sehr schmal und unendlich lang ist. In dem Teil der Stadt, in dem wir unser Hotel hatten, sind die schönsten Strände und auch die meißten Hotels, die die einzigen Hochhäuser in Iquique sind. Unser Hotel war unglaublich schön (und teuer^^), hatte unter anderem einen 830 qm großen Pool =) in Iquique sind wir 3 Tage geblieben, haben aber nicht viel gesehen. Einen Tag sind wir in die "Zofri" gefahren, das ist ein großes Einkaufszentrum mit vielen kleinen Läden. Iquique ist die einzige Stadt in Chile, in der man keine Steuern zahlen muss und daher war dort alles sehr billig und man konnte dort auch viele ausländische Sachen kaufen.
Einen anderen Tag haben wir nur am Strand und im Pool verbracht.

Später ging es dann weiter nach Arica, der nördlichsten Stadt Chiles, etwa 20 km von der chilenisch-peruanischen Grenze entfernt. Auch in Arica sind wir 3 Tage geblieben, haben uns die Stadt angeguckt, sind viel am Strand gewesen, da das Meer dort einfach super ist und waren auch in 2 Museen. Das eine Museum war über die Kriege zwischen Peru und Chile, da Arica im Laufe der Jahrhunderte mal chilenisch und mal peruanisch war. Zu dem Thema hatte ich vorher im Geschichtsunterricht schon etwas gelernt, habe also alles verstanden. Das andere Museum war noch kleiner, aber unglaublich interessant. Es ging um die Ureinwohner Chiles, ihr Leben früher und heute, ihre Kultur und ihre Bräuche. Auch dort habe ich alles verstanden, was aber nicht an meinen super Spanischkenntnissen lag ;-) sondern einfach an der Tatsache, dass ich das erklärende Begleitbuch auf deutsch bekommen habe^^
In Arica waren wir auch auf einem Markt, wo nicht nur Chilenen ihre Waren verkauft haben, sondern auch Peruaner und Bolivianer, da beide Länder nicht weit entfernt sind. An unserem letzten Tag in Arica wurden wir zu Verwandten eingeladen.

Danach ging es in großen Schritten wieder nach Santiago. Am ersten Tag sind wir bis nach Antofagasta gefahren, am nächsten Tag bis nach Caldera. Auf der Etape haben wir einen sehr schweren Unfall gesehen, in dem ein Mann gestorben ist. Das war echt schlimm, weil wir mitten in der Wüste waren, es also kein Handynetz gab und das nächste Dorf etwa 400 km entfernt war. Da am Unfallort schon andere Leute waren und wir nicht helfen konnten sind wir weiter gefahren und nach über 1 Stunde Fahrt kam uns dann ein Polizeiwagen entgegen, weitere 30 Minuten später erst ein Krankenwagen. Da kam dann jede Hilfe zu spät.

Am dritten Tag sind wir von Caldera nach Santiago zurückgefahren. Dabei haben wir Pause in Tongoy gemacht, um Vale und meine beiden Kusinen dort zum campen zu bringen. In Tongoy haben wir Mittag gegessen und dann sind wir ohne Pause die letzen 500 km durchgefahren. Gegen 23 Uhr waren wir dann wieder zu Hause.

Im Februar habe ich sonst nichtmehr viel gemacht, ich habe mich mit Freunden getroffen, war im Freizeitpark und habe mir die Eisfabrik von Nestlé angeguckt. Dazu hat uns der Vater eines Freundes eingeladen, der dort arbeitet und uns durch die gesamte Fabrik geführt hat. Zum Schluss "mussten" wir Testesser spielen und haben auch Eis bekommen, was es noch nicht zu kaufen gibt. Ich glaube, so viel Eis habe ich noch nie gegessen xD

Naja, ausserdem bin ich viel schwimmen gegangen und durfte auch einen Wettkampf schwimmen =) ich bin offiziell für einen großen Verein aus Santiago geschwommen, wo ich auch neue Freunde gefunden habe und zum Schluss sogar eine Staffel in der Altersgruppe 88/89 schwimmen drufte =) Die Staffel haben wir gewonnen, da bin ich auch richtig schnell geschwommen, die anderen beiden Wettkämpfe habe ich den 3. Platz gemacht, aber mit den Zeiten war ich nicht sehr zufrieden.

Momentan kommt das Schwimmen leider etwas zu kurz, weil jetzt der Schulstress wieder begonnen hat. Ich habe 54 Wochenstunden, danach müssen viele Hausaufgaben gemacht werden und Referate vorbereitet werden. Montag war der erste Schultag und am Dienstag musste ich schon mein erstes Referat halten...ausserdem muss ein Werk von Shakespeare lesen und habe auch schon die ersten Daten für Arbeiten bekommen =(

Leider gibt es bis Juli nur einen Brückentag und sonst müssen wir immer in die Schule gehen...aber wie sagt man so schön? Was einen nciht umbringt macht ihn stärker, mich kann also im nächsten Schuljahr nichts mehr aus der Bahn werfen^^

So, das war's für heute, es ist mittlerweile halb 9 und ich muss noch ein Bisschen lernen.
Viele liebe Grüße nach Deustchland, wo es mittlerweile ja wieder wärmer wird!!!!

7.3.08 00:20
 


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